Wurfscheibe
Beim BDS kann man auch mit Flinten auf „Tontauben“ schießen, die heute allgemein „Wurfscheiben“ genannt werden. Neben den auch olympisch geschossenen klassischen Disziplinen Trap und Skeet hat sich das Parcoursschießen eine feste Anhängerschaft erobert. Hier wird innerhalb eines Schießplatz-Geländes auf Wurfscheiben aus verschiedenen Winkeln geschossen. Dies bietet den Schützen ständig neue Bedingungen, weil auch der Wind, gegebenenfalls Regen und Sonne eine große Rolle spielen und gemeistert werden müssen.
Hinweise zur DM
Ein Markierungsstreifen auf der Schießjacke ist zwingend erforderlich. Die Position ist im Sporthandbuch beschrieben. Das Bild zeigt ein Beispiel eines Marker Tapes, ca. 3 cm breit und 25 cm lang. Dieses Modell ist auch international anerkannt.
Der Markierungsstreifen kann auf der ISSF-Homepage im Shop erworben werden.
Anschlagmarkierung Trap und Skeet
Zur Kontrolle der vorgeschriebenen jagdlichen Gewehrhaltung muss jeder Schütze an seiner Schießjacke oder Schießweste eine Anschlagmarkierung anbringen.
Die Anschlagmarkierung muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Beginn ca. 25 cm unterhalb der Achsel
- Länge: ca. 25 cm
- Breite: ca. 2 cm
- Sie muss dauerhaft befestigt sein.
- Rechtsschützen: Markierung auf der rechten Seite.
- Linksschützen: Markierung auf der linken Seite.
- Die Markierung ist bei normaler Körperhaltung waagerecht anzubringen.
Zur Kontrolle der korrekten Position gilt:
- Der Oberarm liegt senkrecht am Körper an.
- Der Unterarm ist im 90-Grad-Winkel nach vorne angewinkelt.
- Die Schultern dürfen dabei nicht angehoben sein.
- Die Anschlagmarkierung muss unterhalb des Ellenbogens sichtbar sein.
Der Gewehrschaft muss:
- den Körper berühren,
- unterhalb des Ellenbogens sichtbar sein und
- sich mit seiner unteren Schaftspitze auf Höhe oder unterhalb der Anschlagmarkierung befinden.
Diese Position ist bis zum Erscheinen der Wurfscheibe einzuhalten.
Anschlagmarkierungen, die höher als die vorgeschriebene Position angebracht sind, sind nicht zulässig und werden von Wettkampfleitung und Hauptrichtern nicht akzeptiert.
Anschlag Parcours
Der Schütze muss die korrekte Haltung einnehmen: Mit beiden Füßen innerhalb der Begrenzung des Standplatzes, wobei die Schaftoberkante den Körper unterhalb der markierten Linie, die auf der Schießweste angebracht ist, berühren muss. Diese Markierung ist 25 cm unterhalb der Schulterachse und verläuft parallel zu dieser (siehe Abb.) Der Schütze hat diese Position beizubehalten, bis die Wurfscheibe ausgelöst wurde und sichtbar ist. Er darf die Flinte erst dann hochnehmen, wenn die Wurfscheibe erscheint. Der Schütze darf alle Arten von Wurfscheiben und ebenso Rollhasen nur in korrektem Anschlag beschießen (z.B. nicht aus der Hüfte). Bei Doubletten auf Schuss, Simultandoubletten oder Rafaledoubletten ist dem Schützen die Haltung der Waffe zwischen beiden Wurfscheiben freigestellt.
Keine Zusatzgriffe
Zusatzgriffe auf dem Vorderschaft, wie das Beispiel im Bild, und ähnliche Konstrukte sind nicht zulässig.